Wikileaks Veröffentlichung: Alles inszeniert?Freitag, 30. Juli 2010




Ist Julian Assange, der Wikileaks-Gründer und vermeintliche „Public Enemy No. 1“ einer Inszenierung aufgesessen? Denn, wie jetzt verschiedene Medienagenturen melden, konnte Obama dank der Veröffentlichung der 91'000 Afghanistan-Akten vom Repräsentantenhaus zusätzliche 37 Milliarden für die Afghanistan-Strategie absegnen lassen, was er zuvor sechs Monate vergeblich versuchte. Wieder mal nur glücklicher Zufall? Der Zufall muss ein kriegsgeiler Gott sein. Denn immer passieren glückliche Fügungen dann, wenn es die USA am besten brauchen kann. Aktuell braucht Obama zusätzliche 37 Milliarden Dollar für die US-Truppen in Afghanistan, zu den für dieses Jahr verordneten 130 Milliarden Dollar wohlgemerkt. Ein halbes Jahr kämpfte er vergebens für das dringend benötigte Geld. Doch nun hat Obama das bekommen, worum er den Kongress seit fast sechs Monaten anschnorrte. Am 27. Juli billigte das Repräsentantenhaus nach dem Senat den entsprechenden Gesetzentwurf. Diese Geldspritze soll dem Militäreinsatz der USA neue Impulse verleihen. Das alles geschah zwei Tage nach der Veröffentlichung von Geheim- und Dienstprotokollen des Pentagons zum Krieg in Afghanistan, die Wikileaks durch drei Medien - „The Guardian«, „The New York Times» und „Der Spiegel« in Umlauf brachte.
Niemand zweifelt zwar die Echtheit der Dokumente an, auch das Weisse Haus nicht. Doch handelt es sich gemäss Experten keineswegs um Geheimdokumente, sondern vielmehr um wohl sortierte Dokumente, in denen schwere Vorfälle fehlen und nur jene minderer Schwere zu finden sind. Ausserdem gibt es keinen Hinweis auf friendly fire, die es in jedem Krieg gibt.
Stutzig machte vor allem die Tatsache, dass Dokumente aufgetaucht sind, wie zum Beispiel, dass Osama Bin Laden sich regelmässig mit Leuten in einem Teehaus trifft und es auffällig viele Dokumente gibt, die zeigen, wie Pakistan und der Iran die Taliban finanzieren. In den geleakten Dokumenten gibt es ausserdem kein Wort von Opiumfeldern, von denen es massig haben muss..
Da stimmt doch was nicht, haben sich auch viele alternative Medien und sogar die Nachrichtenagentur RIA Novosti gefragt: „Bei allen Enthüllungspapieren sind häufig nicht die eigentlichen Tatsachen wichtig, sondern der Zeitpunkt, wann sie auftauchen. Die Protokolle wurden offensichtlich rechtzeitig zur Kongressabstimmung am 27. Juli über weitere Gelder für den Afghanistan-Krieg publik gemacht und zwei Tage zuvor veröffentlicht. Der Gesetzentwurf wurde mit 308 Stimmen gegen 102 verabschiedet. Fast alle Gegenstimmen stammen übrigens von den Demokraten. Fast alle der 178 Republikaner stimmten für die Gelder.“
Sind alle, vielleicht sogar Julian Assange selbst, einem gigantischen PR-Coup der US-Regierung aufgesessen, um den Krieg in Afghanistan neu zu legitimieren und sogar mögliche neue Schlachtfelder aufzutun? Wenn nein, war das ganze wieder mal nur glücklicher Zufall für Obama.
Sehen Sie dazu Julian Assange über die Veröffentlichung und gleich danach die Doku „Die Wahrheit über Afghanistan“.
Die Wahrheit ueber Afghanistan
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