US-Schuldenexzess: Ausgaben dreimal höher als Einnahmen
Dienstag, 16. März 2010
Die amerikanische Finanzsituation wird immer schlimmer. Im Februar konnten nur noch ein Drittel der Steuereinnahmen die Ausgaben decken, Zweidrittel aller Ausgaben sind gepumpt. Es handelt sich um das höchste Haushaltsdefizit aller Zeiten.
Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass ausgerechnet das meistverschuldete Land der Welt auch gleichzeitig das mächtigste ist. Eine gefährliche Kombination finden viele. Vor allem jetzt, da ein finanzieller Kollaps kurz bevor steht. Nicht einmal mehr ein Drittel der Ausgaben kann durch reguläre Steuern finanziert werden. Zwei Drittel des US-Staatshaushaltes müssen auf Pump finanziert werden. Das ist unfassbar und kann nur schiefgehen. Denn wer finanziert, regiert. Und das ist China. Amerika steht bei China mit über 2'100 Milliarden Dollar in der Kreide. Experten reden bereits von einer tickenden Finanzatombombe.
Nach Angaben des US-Finanzministeriums ist das US-Haushaltsdefizit im Februar auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Mit 220,9 Milliarden US-Dollar fiel es um 14 % höher aus als im Januar. Die Staatsausgaben stiegen um 17 Prozent auf 328,4 Milliarden Dollar, während nur 107,5 Milliarden Dollar an Einnahmen verbucht wurden. Die Tendenz zeigt, dass in jedem Monat die Schulden noch mehr wachsen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Anstieg um 10,5 %.