US-Heimatschutz will 30'000 Drohnen zur Überwachung
Donnerstag, 23. Februar 2012
Letzte Woche hat der US-Kongress ein Gesetz verabschiedet, das es der Regierung ermöglicht, den Luftraum durch unbemannte Drohnen zu überwachen. Der US-Heimatschutz will dadurch in den nächsten Jahren rund 30'000 Drohnen anschaffen und erhält Budget zur Entwicklung von noch raffinierteren Spionagedrohnen gegen die eigene Bevölkerung.
Es könnte auch der Plot aus einem dystopischen Science-Fiction Roman sein. Aber es ist Realität. Eben hat der US-Kongress ein Gesetz durch gewunken, das es dem Heimatschutz erlauben wird, vereinfacht Drohnen einzusetzen – gegen die eigenen Bürger. Der „FAA Reauthorization Act“ wird gemäss „The Washington Times“ von Barack Obama unterzeichnet werden.
Nachdem bereits illegale US-Drohnen gegen feindliche Kämpfer in Afghanistan und Pakistan eingesetzt wurden, könnten sie schon demnächst gegen die eigene Bevölkerung zum Einsatz kommen. Das US-Heimatschutzministerium will eine maximale Nutzung des „FAA Reauthorization Act“ und alle Bewegungen im öffentlichen Raum verfolgen können. Wenn das in Gesetz Kraft tritt, werden bis 2020 bis zu 30’000 Drohnen im Luftraum über den USA unterwegs sein. Dagegen wirken die düsteren Zukunftsvisionen in George Orwells „1984“ wie eine liebliche Gutenacht-Geschichte.