So wurden wir 2011 verarscht: Die Bilderberg Technokraten
Samstag, 31. Dezember 2011
Es ist faszinierend, wie aus einem harmlosen Kaffeekränzchen - wie die Konzernmedien das Treffen der Bilderberger gerne bezeichnen - neue Ministerpräsidenten oder Zentralbankvorsitzende entstehen können. Sowohl Mario Monti, der Berlusconi Nachfolger, als auch der neue EZB-Präsident Mario Draghi und IWF-Chefin Christine Lagarde waren Teilnehmer des diesjährigen Bilderbergtreffen in St. Moritz.
Hierzulande wurde die Machtübernahme der „Technokraten“ in Italien begrüsst und gefeiert. Nicht so in Italien, wo in Mailand, Turin, Palermo und Rom Abertausende von Studenten auf die Strasse gingen, um gegen die neue Regierung zu demonstrieren. Sie wollen nicht von Bankern regiert werden. Während Linke empört darüber reagieren, dass ihr Land nicht mehr von einer nicht gewählten Regierung geleitet wird, sondern von einem Bilderberger, sehen besonders konservative in der neuen Regierung die grosse Chance, das Land aus der finanziellen Krise zu führen; schliesslich ist Monti ja ein ehemaliger Goldman-Sachs Typ. Das ist momentan unser Lieblingswitz.
So einfach ist es, ein Land zu erobern. Und es hats nicht mal jemand gemerkt. Oder wie sagte einst US-Präsident F.R. Roosevelt: „In der Politik geschieht nichts zufällig! Wenn etwas zufällig geschieht, kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war!“