Während britische Wissenschaftler im Auftrag der Geheimdienste Geruchssensoren entwickeln, mit denen man Kriminelle und Terroristen frühzeitig erkennen soll, haben japanische Wissenschaftler einen Roboter konstruiert, der auf Gerüche reagiert. Wie das Böse riecht, hat man bereits herausgefunden. In einer Höhle in Afghanistan? Nein, beim Fallschirmspringen.
Bösewichte riechen anders als gute Wichte. Das wollen nun Wissenschaftler von der City University London herausfinden und eine Technik entwickeln, mit der sich ein Pheromon erfassen lässt, das sich bei Angst bildet. So sollen schlottrige Terroristen und zittrige Drogenschmuggler entlarvt werden, bevor sie so schlimme Sachen tun wie Menschen in die Luft sprengen oder Gras rauchen. Denn man geht davon aus, dass böse Menschen am Zoll Angst haben.
Dass man Angst erschnüffeln kann, haben zuvor US-Forscher herausgefunden. Nämlich: Versuchspersonen reagierten unbewusst auf Angstschweiss. Allerdings handelte es sich bei diesem Versuch nicht um Angstschweiss von Kriminellen vor einem Kontrollpunkt. Er stammt von Personen, die das erste Mal Fallschirm gesprungen sind. Ihr Achselschweiss wurde während des Sprungs gesammelt, dann mussten andere Versuchspersonen daran riechen. Gehirnscans zeigten, dass bei denn Schnüfflern durch den Angstgeruch Gehirnareale aktiviert werden, die mit Angst zu tun haben. Auf dieser Studie basiert das britische Experiment, wie Geruchssensoren Terroristen- und Drogenschmuggler erkennen sollen. Ob der Geruchssensor auch bei den mittlerweile vielen Leute anschlägt, die Angst haben, sich jedes mal beim Zoll den Finger in den Arsch stecken zu lassen, durch den Nacktscanner zu müssen oder Babymilch zu trinken, wurde noch nicht untersucht.
Wissenschaftler des Institute of Industrial Science der Universität Tokio haben Geruchssensoren entwickelt, die auf lebenden Insektenzellen basieren. Es ist bereits gelungen, die Sensoren in einen Roboter einzubauen, der jedes Mal den Kopf dreht, wenn er einen Geruch registriert.