Smolensk Absturz: NATO Top Secret-Codes verschwunden
Samstag, 15. Mai 2010
Sogar die renommierte „Washington Times“ fragte sich in der Donnerstagausgabe, ob am Smolensk-Absturz nicht doch etwas faul ist. Vor allem wegen der schlampigen russischen Untersuchung und noch etwas anderem. Wie die „Washington Times“ vorgestern schrieb und sich dabei auf NATO-Quellen stützte, sind beim Smolensk Absturz auch ultrageheime NATO-Codes in die Hände der Russen gefallen.
Während die meisten Medien nur drucken, was aus offizieller Hand zu erfahren ist, fragte sich die „Washington Times“ in der Donnerstagsausgabe, ob bei der Flugzeugkatastrophe vom 10. April im russischen Smolensk, bei dem der polnische Präsident Kaczynski sowie sein gesamter Stab ums Leben gekommen ist, nicht doch mehr dahinter steckt als offiziell bekannt. Denn das ist wahrhaft wenig.
Wie die «Washington Times» am Donnerstag unter Berufung auf NATO-Quellen berichtete, sollen nach der Flugzeugkatastrophe vom 10. April bei Smolensk auch ultrageheime Codes, die von den NATO Streitkräften für abhörsichere Kommunikation über Satellitenverbindungen verwendet werden. Den unter den Opfern des Absturzes in Russland befand sich mit General Franciszek Gagor der höchste Repräsentant Polens bei der NATO und dem Leiter des Nationalen Sicherheitsbüros sowie der gesamten Führung aller polnischen Waffengattungen die allerhöchsten Geheimnisträger des Landes. Die sensiblen Daten, die sie wegen Notfällen bei sich tragen müssen, sind verschwunden. Quel surprise.
Für Bill Gertz, der Autor des Artikels in der Washington Times war der jüngste Absturz einer polnischen Militärmaschine mehr als nur eine menschliche Tragödie. Moskau sei so nämlich „zufällig“ auch in den Besitz von brisanten NATO-Geheimcodes gekommen. Gertz schreibt: «Zwar wurden neue NATO-Codes für die alliierten Streitkräfte bereits unmittelbar nach dem Absturz rausgegeben. Die alten Schlüssel sind damit aber keinesfalls wertlos. Im Gegenteil, die russischen Geheimdienste sind nun in der Lage ihre gesammelten Daten von NATO und dem polnischen Militär zu dekodieren. Die entschlüsselte Kommunikation könnte einige der intimsten NATO-Geheimnisse freigeben, wie z.B. Pläne für Abwehrkräfte und sogar Identitäten von Agenten oder verwandten Lauschangriff-Quellen.» Andere, polnische Zeitungen berichteten bereits über Wohnungsdurchsungen und von gestohlenen Notebooks der Opfer unmittelbar nach dem Attentat.
Noch was macht die „Washington Times“ stutzig. So schreibt sie: «Die russische Regierung weigert sich gemeinsam mit Warschau den Absturz der Tupolew zu untersuchen, oder gar Polen zu ermächtigen eigene Ermittlungen vor Ort anzustellen. Die wichtigsten Informationen, auch aus den Black-Boxes hält Moskau zurück. Warum hat die polnische Regierung nicht ein einziges Mal Druck auf die Russen ausgeübt, nachdem ihren Experten der Zugang zur Absturzstelle verwehrt wurde und dann noch zu allem Überfluss die russischen Luftfahrtbehörden ohne Untersuchungen festlegten, dass der Pilot die Schuld an der Katastrophe hatte.» Ausserdem berichtet die „Washington Times“ als einer der wenigen westlichen Medien, dass in Polen Zehntausende Leute eine Untersuchung fordern. Noch immer ungeklärt ist übrigens auch die Frage, warum die wichtigsten Geheimnisträger eines Landes in einem über 20 Jahre alten Flugzeug, ausgerechnet nach Russland fliegen mussten.
Hier der Link: www.washingtontimes.com/news/2010/may/13/inside-the-ring-86422687/
Um zu sehen, wie skrupellos der russische Geheimdienst vorgeht und wie Russland von demselben regiert wird, hier eine ARTE-Doku über Putin.