Sergio Mendes' Bossa Nova eignet sich zum süssesten Nichtstun genauso wie zum Nächte durchtanzen. Seit 50 Jahren bringt seine Musik das faulste Tanzfüdli auf den Dancefloor und die langweiligste Party zum kochen. Der brasilianische Pianist und Arrangeur Sergio Santos Mendes feiert heute seinen 71. Geburtstag und ist beliebter denn je.
Egal, wie man sich das süsse Leben vorstellt: Sergio Mendes liefert den Soundtrack dazu. Der Sixties Bossa Nova eignet sich ebenso zum coolen Yachting wie zum Fahren im offenen Oldtimer oder chilligem Abendessen mit Blick aufs Meer.
Anfangs der 60er Jahre tourte Sergio Mendes durch Italien, Frankreich und Japan. Dabei war er der Botschafter des neuen Rhythmus aus Brasilien: Bossa Nova. 1966 arrangierte er die Komposition „Mas Que Nada“ von Jorge Ben neu und nahm diese auf Schallplatte auf. Es wurde zu einem Welthit. „Mas Que Nada“ wurde, neben Burt Bacharachs „The Look of Love“, sein grösster Erfolg und wird häufig für sein eigenes Werk gehalten.
Im Februar 2006 erschien das Album „Timeless“. Die erste Single daraus ist eine Neuauflage des Songs „Mas Que Nada“ mit Rap-Unterstützung der Black Eyed Peas. Das Stück wurde ein internationaler Hitparadenerfolg. Das Album wurde von Will.i.am von den Black Eyed Peas produziert, der dafür viele der alten Hits von Sérgio Mendes neu arrangierte und aufnehmen liss sowie einige neue Lieder schrieb. (In der Schweiz ist das Album unter dem Namen „Sérgio Mendes feat. Black Eyed Peas“ zu finden). Weitere Songs auf diesem Album sind in Zusammenarbeit mit den Musikern Stevie Wonder, Erykah Badu, John Legend und Justin Timberlake entstanden. Es ist eine Verneigung vor einem grossen Musiker, der wir uns heute an seinem 71. Geburtstag gerne anschliessen würden.
MAIS QUE NADA - SERGIO MENDEZ AND BRAZIL 66 SERGIO MENDES (Live) - Look Of Love