Nun reichts auch dem Europarat. Im Januar wird ein Untersuchungsausschuss ermitteln, wie stark Wissenschaftler und staatliche Behörden durch die Pharmaindustrie beeinflusst worden sind. Man habe Millionen gesunder Menschen unnötigerweise dem Risiko mangelhaft getesteter Impfstoffe ausgesetzt, heisst es in dem einstimmig beschlossenen Antrag des EU-Gesundheitsausschusses. Dort spricht man bereits vom „grössten Medizinskandal“ des Jahrhunderts.
Nun geht’s der Pharmaindustrie, käuflichen Wissenschaftlern und korrupten Politiker an den Kragen. Der EU-Gesundheitsausschuss will untersuchen, wie weit die Schweine-und Vogelgrippe-Epidemie ein inszenierter Schwindel von Wissenschaftlern und der Pharmaindustrie war. Und zwar dringlich. Denn immer mehr verdichtet sich der Verdacht, dass es sich bei der Schweine- und Vogelgrippe um den grössten Medizinskandal aller Zeiten handelt.
Initiiert wurde die Untersuchung vom ehemaligen Bundestagsabgeordneten und Mediziner Wolfgang Wodarg (SPD). Er ist Gesundheitsexperte und Spezialist für Lungenheilkunde, für Hygiene und Umweltmedizin. Von 1994 bis 2009 war er Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages und hat neu im EU-Gesundheitsausschuss den Vorsitz.
Wodarg hält den Umgang mit der sogenannten Schweinegrippe für „einen der grössten Medizinskandale des Jahrhunderts“. Man habe Millionen gesunder Menschen unnötigerweise dem Risiko mangelhaft getesteter Impfstoffe ausgesetzt, schreibt er in seinem einstimmig beschlossenen Antrag. Aber auch Wissenschaftler und Behörden seien durch geschäftssüchtige Pharmaunternehmer beeinflusst worden und die Pharmakonzerne hätten sich mit Steuermitteln bereichert. Zudem sei die Kontrolle und Dokumentation der Nebenwirkungen durch die Impfung mehr als lückenhaft.
Dafür, dass die Impfstoff-Hersteller so prächtig verdienen konnten, habe man „auch Körperverletzung in Kauf genommen“, sagte Wodarg dem Tagesspiegel. Dabei sei die Schweinegrippe „erheblich harmloser“ als alle Grippewellen der Vorjahre und habe „nicht einmal ein Zehntel der hierbei üblichen Todesfälle“ verursacht.
Laut Wodarg muss sich der Europarat vor allem auch mit der Rolle der UN-Weltgesundheitsorganisation (WHO) befassen, die im Juni für die Schweinegrippe die höchste Pandemiestufe ausgerufen hat. So könne es nicht sein, dass man die Pandemie-Definition einer Organisation überlassen, die offensichtlich dem Einfluss von Pharmaverkäufern unterliege.
Glaxo Smith Kline - Die Wahrheit über die Schweinegrippe