82 Jahre. So alt wird heute Robert Wagner, einer der gefeierndsten Serienstars überhaupt. Er war verheiratet mit der schönen Filmpartnerin von James Dean, Natalie Wood, die 1981 tragisch ums Leben kam. Heute mag Robert Wagner wieder lachen. Nicht nur, weil er eine Traumkarriere hinter sich hat, sondern auch, weil er wieder glücklich verheiratet ist. Mit Ex-Bondgirl Jill St. John.
Robert Wagner gehört zu den erfolgreichsten Stars des amerikanischen Entertainmentbetriebs. Neben vielen Filmen ist er in drei TV-Hitserien aufgetreten: «Ihr Aufritt Al Mundy», «Die Zwei mit dem Dreh» und «Hart aber herzlich».
Seine Kinokarriere begann Anfang der 50er Jahre. Bald wurde 20th Century Fox auf den Jungdarsteller aufmerksam. Erste Kinoauftritte hatte er 1950 in «Wilde Jahre in Lawrenceville» und «Die Hölle von Okinawa». Ein Jahr später spielte er wieder ein Soldat in «Froschmänner» und 1953 folgte «Der Untergang der Titanic» mit Barbara Stanwyck. Dann ging es richtig ab für Robert Wagner und er drehte Film um Film, mal schlechtere, mal noch schlechtere: «Das Höllenriff» (1953), Edward Dmytryks Western «Die gebrochene Lanze» (1954), Henry Hathaways «Prinz Eisenherz» (1954), «Die weisse Feder» (1955), der Psychotriller «Ein Kuss vor dem Tode», «Der Berg der Versuchung» oder Richard Fleischers Kriegsfilm «Feuertaufe». Diese Filme entstanden alle 1956, im Jahr, als er auch die 18-jährige Natalie Wood kennenlernte. Diese hatte grade einen riesigen Erfolg an der Seite von James Dean im Film „ ...denn sie wissen nicht, was sie tun“. Bereits ein Jahr später, 1957 heirateten die beiden. Doch die Ehe stand unter keinem guten Stern. Zwar liebten sich die beiden, doch Robert Wagner sollte als neuer junger Wilder in die Fussstapfen eines Paul Newman oder Marlon Brando treten, Natalie wiederum war an ihre Filmfirma gebunden, musste ihr Verträge erfüllen. 1960 spielte das Ehepaar erstmals gemeinsam in einem Film: «Früchte einer Leidenschaft», so der Titel des Melodrams von Michael Anderson. Das Traumpaar erlebte die Krise auch in der eigenen Ehe, die 1962 schliesslich scheiterte. Wagner floh 1961 nach Europa und spielte dort in «Der längste Tag» mit. Ebenfalls 1961 enstand der Kriegsfilm «Wir alle sind verdammt» mit Steve McQueen, bevor ihn Vittorio de Sica neben Sophia Loren und Maximilian Schell in «Die Eingeschlossenen von Altona» besetzte. Danach gehörte Wagner als vermeintlicher Juwelendieb zum Cast von Blake Edwards wunderbarer Komödie «Der rosarote Panther». In Europa traf Wagner seine alte Freundin Marion Marshall wieder, die sie über den Verlust der geliebten Natalie hinwegtröstete.
Durch Zufall traf Robert Wagner 1971 seine alte, immer noch nicht verwundene Liebe Natalie Wood in einem Restaurant wieder. Und tatsächlich, die Liebe entflammte erneut, Natalie liess sich von ihrem zweiten Mann scheiden, ebenso wie Robert von Marion Marshall. 1972 heirateten die beiden zum zweiten Mal auf der Jacht «Splendor», zwei Jahre später kam Tochter Courtney Brooke zur Welt. Doch das Glück war nicht von langer Dauer. Bei einem Segelausflug mit Wagner und Filmpartner Christopher Walken am 29. November 1981 starb Natalie im Alter von 43 Jahren. Sie fiel bei dem Versuch, das Schlauchboot zu besteigen, ins Wasser und ertrank unter bis heute nicht eindeutig geklärten Umständen. Ein wenig Mysterium haftet ihrem Tod immer noch an, so wurde auch Robert Wagner mit ihm in Verbindung gebracht. Robert Wagner befand sich zu dieser Zeit inmitten der Dreharbeiten zu „Hart aber herzlich“. Die Rolle des Millionärs und Hobbydetektivs Jonathan Hart in der Fernsehserie an der Seite von Stefanie Powers fand auch in Europa eine riesige Fangemeinde. Bis heute. Und darum gratulieren wir Robert Wagner. Auch wenn er danach noch viele Filme gedreht und in zahlreichen Serien Auftritte hatte. Für uns bleibt er Mr. Hart, der Selfmade-Millionär. Basta. Darum gibt’s hier unten die ganze Pilot Episode „Hart to Hart“, wie die Serie im Original hiess. Lustigerweise spielt im Pilot auch Wagners zukünftige Frau mit, die er 11 Jahre später heiratete. Es war das Ex-Bondgirl aus „Diamantenfieber“ Jill St. John.