Obwohl er in einigen guten Filmen mitgespielt hat und sogar Regie führte, bleibt Peter Fonda der ewige „Easy Rider“. Ein bisschen ist er es auch. Doch sein grösstes Werk ist zweifellos seine Tochter Bridget. Heute wird der ewige Outlaw Peter Fonda 72 Jahre alt.
Wer seinen Namen hört, denkt zuerst an „Easy Rider“. Aber Peter Fonda glänzte auch in vielen anderen Rollen, wie zum Beispiel im Psycho-Western „Todeszug nach Yuma“ oder in der Marvel-Comic-Verfilmung „Ghost Rider“. Doch Fonda, der heute seinen 72. Geburtstag feiert wurde als Motorrad-Freak „Captain America“ in dem Kultstreifen „Easy Rider“ zum Idol der Hippie-Bewegung und zum Helden des Neuen Hollywood. Der Film mit Fonda, Dennis Hopper und Jack Nicholson war ein Geniestreich, das erste grosse Roadmovie der Kinogeschichte, eine begeistert gefeierte Rebellion gegen das konservative Mittelstandsamerika.
Peter, der Sohn des grossen Henry Fonda (1905-1982), der kleine Bruder der berühmten Jane Fonda und Vater der Schauspielerin Bridget Fonda, wurde dank „Easy Rider“ zum Weltstar. Fonda produzierte den Film, schrieb zusammen mit Dennis Hopper das Drehbuch, der auch Regie führte und den zweiten Harley-Fahrer spielte. Nach dem grossen Erfolg verkrachten sich die beiden, weil sich Hopper über den Tisch gezogen fühlte.
Als Produzent wurde Fonda plötzlich zum Multimillionär, als Drehbuchautor erhielt er eine Oscar-Nominierung. Mit 30 Jahren kostete er den Erfolg aus, feierte Partys mit den Beatles, den Rolling Stones und den wilden Doors. Ein Überbleibsel aus dieser Zeit ist immer noch seine grosse Liebe gegenüber „Marihuana“. In einem Spiegelinterview vor sechs Jahre sagte er dem Interviewer, während er in seinen Taschen kramte und ein Tütchen mit Gras rausnahm: „Ich habe immer was zu Rauchen dabei.“
Als Regisseur machte sich Peter Fonda mit Streifen wie „Der weite Ritt“ (1970) und dem Science-Fiction-Film „Expedition in die Zukunft“ (1973) einen Namen, aber bis zum Schauspieler-Comeback vergingen Jahrzehnte. 1997 bescheinigte ihm die amerikanische Kritik schliesslich, mit der Charakterrolle eines eigenbrötlerischen Bienenzüchters mit Sinn für Ehre und Aufrichtigkeit in „Ulee´s Gold“ das grosse künstlerische Erbe seines 1982 gestorbenen Vaters angetreten zu haben. Fonda erhielt dafür einen Golden Globe und eine weitere Oscar-Nominierung.
Die Rolle in „Ulee’s Gold“ hatte enge Verbindung mit Peter Fondas Vater Henry, der als kalt und reserviert galt. Er konnte nur in Filmen seine Gefühle zeigen, privat nicht. Darunter litten seine Kinder Peter und Jane, doch nach seinem Tod haben sie sich mit ihm ausgesöhnt. Als Peter Fonda 2003 auf dem „Hollywood Walk of Fame“ mit einem Stern geehrt wurde, den auch schon Henry Fonda auf dem berühmten Bürgersteig erhalten hatte, freute sich der Schauspieler, es sei grossartig, nun seinem Vater Gesellschaft zu leisten.
Sehen Sie gleich da unten zur Feier des Tages „Easy Rider“