Samstag, 4. Februar 2012
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Oh Jackie O.

Donnerstag, 19. Mai 2011



Jackie Kennedy-Onassis gilt zwar als Stil- und Modeikone, man könnte der ehemaligen Journalistin aber auch unterstellen, dass Sie ein Social-Climber war: Für den aufstrebenden John F. Kennedy liess sie ihren Verlobten hocken, um dann später den schwerreichen Reeder Aristotle Onassis zu heiraten, der sie als „Supertanker“ bezeichnete, weil sie soviel Geld ausgab. Heute vor 17 Jahren gab sie den goldenen Löffel ab.

Nach Marge Simpson ist Jackie Kennedy-Onasisis die zweitbekannteste gebürtige Bouvier. Jacqueline Lee Bouvier wurde am 28. Juli 1929 in Southhampton in Bundesstaat New York geboren. Aufgewachsen ist sie in behüteten und wohlhabenden Verhältnissen. Ihr Vater war Bankier in New York. Nach dem Abschluss der High School studierte sie Journalismus und erhielt im Anschluss eine Anstellung bei der «Washington Times Herald». Im Januar 1952 verlobte sie sich mit dem Börsenmakler und Yale-Absolventen John G.W. Husted. Einen Monat später interviewte sie einen jungen Kongressabgeordneten aus Massachusetts, der für den Senat kandidiert: John F. Kennedy. Zweifellos war Kennedy die vielversprechendere Wahl und liess ihren Verlobten für JFK hocken. Im September heiraten die beiden. Mit John F. Kennedy hatte sie drei Kinder Caroline Kennedy, John F. Kennedy jr. und Patrick Bouvier Kennedy, der zwei Tage nach seiner Geburt starb.

Als Jackie Kennedy 1961 als First Lady ins Weisse Haus einzog, löste sie dort Mamie Eisenhower ab – und damit die Politikergattin der 50er Jahre. Jack Kennedy hatte den Amerikanern im Wahlkampf die “New Frontier” versprochen, Jackie Kennedy versprach einen New Look. Ohne politisch zu sein, machte sie Politik. Ihr politisches Potential lag in ihrer Jugendlichkeit, ihrer Eleganz und Anziehungskraft. Ihre wenigen öffentlichen Verlautbarungen bezogen sich auf Kunst und Denkmalspflege. Und ihre grösste politische Intervention führte zur Restaurierung des Weissen Hauses; es sollte zum Inbegriff amerikanischer Geschichte werden.

Die Welt sah in Jackie Kennedy die lebende Verkörperung von Macht und Schönheit. Ob bei Staatsempfängen, bei amerikanischen Bergarbeitern oder bei mexikanischen Revolutionären, wenn Jackie Kennedy in ihrer typischen Eleganz und ihrer unnachahmlich zarten Mädchenstimme auftauchte und nur sagte: «Ich freue mich hier zu sein», lagen ihr die Menschen zu Füssen.

Dabei zog sie derart das Interesse auf sich, dass sie selbst dem Präsidenten in ihren Schatten stellte. Binnen weniger Monate wurde sie zum Star und Trendsetterin für Lifestyle, Mode und neuer Emanzipation. Zu dieser Zeit lernte sie mit John F. den griechischen Reeder Aristotle Onassis kennen und gemeinsam folgten Kreuzfahrten auf dessen Privat-Jacht «Christina» im Mittelmeer.

Am 22. November 1963 wurde John F. Kennedy in Dallas ermordet. Das Geschehene stürzte die ganze Welt in fassungslose Trauer und Betroffenheit. Unvergesslich blieben bis heute die Bilder der Beisetzung mit der schwarz verschleierten Jackie und des jungen John F. Kennedy Jr., der vor dem Sarg seinen Vaters salutierte. Aristotle Onassis war die einzige Privatperson die zur offiziellen Trauerfeier ins Weisse Haus geladen wurde.

Jackie Kennedy zog sich in Folge der Geschehnisse aus der Öffentlichkeit zurück. 1967 kam es zwischen ihr und Onassis zu einem geheimen Ehevertrag. Onassis trennte sich für die Ehe von seiner langjährigen Geliebten Maria Callas. Jackie erhielt einen monatlichen Betrag und für jeweils 5 Jahre Ehe 20 Mio. Dollar sowie im Falle des Todes von Onassis nochmals 20 Mio. Dollar. 1968 heirateten die beiden.

Am 15. März 1975 starb Onassis in Paris und Jackie kehrte in die USA zurück, wo sie sich am Central Park in New York niederliess. Hier wurde ihr Sohn John F. jr. erfolgreicher Verleger und Jackie arbeitete wieder als Lektorin im New Yorker Verlagshaus «Viking Press». 1978 wechselte sie zu «Dobleday and Co.».

Ihre dritte grosse Beziehung ging sie mit dem Diamantenhändler Maurice Tempelsman ein. Jacqueline Kennedy-Onassis starb am 20. Mai 1994 in New York.

Jackie's White House Tour






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