NATO: Hinrichtung von Kindern war ein „Fehler“!Montag, 1. März 2010




Nicht schon wieder dieses schreckliche Bild, werden Sie vielleicht denken. Ähnlich unangenehm ist es der NATO, die nun eingestanden hat, dass die Hinrichtung von 10 unschuldigen Kindern in Afghanistan Ende Dezember ein Fehler war. Die Hinterbliebenen bekommen 2000 Dollar Entschädigung für jedes getötete Kind. Es geschah in der Nacht vom 27. Dezember 2009, als im Dorf Ghazi Khan in der östlichen Provinz Kunar in Afghanistan ein NATO-Killerkommando ein Haus stürmte, in dem 10 Kinder schliefen. Sie holten sie aus den Betten, sammelten sie in einen Raum und erschossen sie kaltblütig. Wie die Times recherchiert hat, waren die Kinder unbewaffnet. Den Kindern wurden wie bei einer Hinrichtung in den Kopf geschossen. Die Opfer waren 11 bis 17 Jahre alt waren.
Damals, vier Tage nach dem Vorfall, sagte die NATO, ihre Truppen wären „von mehreren Gebäuden“ angegriffen worden, als sie ins Dorf kamen. Letzte Woche allerdings liess die NATO verlauten, „wir sind zum Schluss gekommen, es handelt sich um einen Vorfall mit zivilen Opfern.“ Dies, nachdem afghanische Untersuchungsbeamte, lokale Offizielle und Militärpolizisten aus der Provinz bestätigt haben, dass die Jungs unschuldig waren.
Wer genau den Angriff in Ghazi Khan durchführte, ist immer unklarer. Jetzt wird die Schuld zwischen NATO und dem afghanischen Militär hin und her geschoben. Der Polizeichef des Distrikt Narang, Mohammed Afzal, besteht darauf, dass amerikanische Spezialeinheiten involviert gewesen wären. Nun sollen die Verwandten für jedes ermordete Kind 2'000 Dollar erhalten. Das ist nur etwa doppelt soviel, wie ein Blackwater-Söldner an einem Tag verdient.
Sehen Sie dazu die erschreckende Doku „Afghan Massacre“ über die US Kriegsverbrechen in Afghanistan. Der Journalist Jamie Doran wurde wegen dieser Arbeit gefoltert, geschlagen und verfolgt. Die Doku gibt’s nur in englischer Sprache.
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