Snoopys* Wort zum Sonntag. Thema heute: Tod durch Medikamente
Sonntag, 30. Oktober 2011
Alleine in Europa sollen jährlich bis zu einer halben Million Menschen an Medikamenten sterben, die von ihren Ärzten verschrieben worden sind. Konkrete Studien gibt es nicht und werden von der Pharmalobby seit Jahren erfolgreich verhindert. Nicht ohne Grund: Hochrechnungen alternativer Heilorganisationen schätzen, dass alleine in der Schweiz etwa 5'000 Menschen an den Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen ihrer Medis sterben.
Seit Jahrzehnten versucht die Pharmaindustrie den Menschen zu verklickern, dass sie Krankheiten heilen können, alleine durch die Einnahme von Pillen. Wie sehr jedoch die Vergiftung durch das Medikament den eh schon schwachen Körper knicken kann, zeigen Zahlen, die so erschreckend sind, dass es unfassbar ist. Jährlich sterben in Europa etwa 500'000 Menschen an der Einnahme ihrer Medikamente.
Vor allem Senioren werden dabei langsam vergiftet, weil sie gegen jedes Wehwehchen Arzneien verschrieben bekommen, die sich am Ende in den Arsch beissen. Da keine konkreten Zahlen vorliegen und nur selten Angaben über die Sterblichkeit wegen Medikamenten an die Öffentlichkeit gelangen, sind es Hochrechnungen alternativer Heilorganisationen, deren Zahlen allerdings stark variieren.
Doch es gibt Indikatoren über ein generell starkes Zunehmen der Arzneivergiftungen. So registrierte das polnische Institut für Pharmakologie der Jagiellonen-Universität in Krakau alleine in Südpolen letztes Jahr 500 Fälle von Notarzteinsätzen. Ausserdem wurden letztes Jahr viel mehr Todesfälle in diesem Zusammenhang regristriert als früher. Myokardinfarkte und Schlaganfälle sollen hierbei Hauptursachen gewesen sein.
Die Pharmaindustrie reibt sich die Hände über die stetig wachsende Nachfrage nach Symptomlinderung. Und die Ärzte verschreiben noch so gerne Medikamente, die vom Pharmareferenten „empfohlen“ werden. Selbst, wenn sie dem Patienten mehr schaden als helfen. Tatsächlich ist es so, dass Arzneikästen heute viel grösser sind als noch vor ein paar Jahren, wo man dort meist nur ein Pflaster, einen Verband und ein bisschen Jod fand.
Die Menschen sollten aufhören, das Märchen zu glauben, dass Medikamente heilen können. Sie lindern lediglich die Symptome. Aber das tun Alkohol und Marihuana auch.
*Snoopy ist unser Redaktionshund und darf hier jeden Sonntag kolumnieren. Wie Frank A. Meyer im Sonntagsblick. Ob der auch Entwurmungstabletten schlucken muss?
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