Samstag, 25. Oktober 2014

Hunter S. Thompson – Football Season is over

Donnerstag, 20. Februar 2014

Es gibt wohl keinen grösseren Rockstar unter den Schriftstellern. Mit seinem Roman „Fear An Loathing in Las Vegas“ setzte er sich ein erstes Denkmal, als er noch lebte, sein zweites Denkmal, als er starb. Das war heute vor neun Jahren, als er sich in seiner einsamen Lodge mit einem Kopfschuss selbst erledigte, weil er 67 Jahre alt.

„Keine Spiele mehr. Keine Bomben mehr. Kein Laufen mehr. Kein Spass mehr. Kein Schwimmen mehr. 67. Das ist 17 Jahre nach 50. 17 mehr als ich brauchte oder wollte. Langweilig. Ich bin nur noch gehässig. Kein Spass - für niemanden. 67. Du wirst gierig. Benimm dich deinem hohen Alter entsprechend. Entspann' dich - es wird nicht wehtun.“ Dies waren Hunter S. Thompsons letzte Worte, die er in einem Abschiedsbrief hinterless, als er sich am 20. Februar 2005 mit einer seiner vielen Waffen den Schädel wegblies. Der Titel des Briefes: „Football Season is over“.

Es gibt unglaublich viele Geschichten über Hunter S. Thompson, viele davon wahr, einige erfunden. Aber eines haben immer alle gemeinsam: Sie sind schier unglaublich. Zum Beispiel wie jene Geschichte, als er seine Freunde, die „Hells Angels“ im gleichnamigen Buch verraten hat, deren Mitglied er eine zeitlang war. Sie hatten die gleichen Vorlieben. Harleys, Waffen, Drogen, Weiber und ab und zu eine Prügelei. Thompsons Mitgliedschaft endete als Halbtoter, mit Benzin übergossen. Wäre nicht zufälligerweise ein Polizist vorbeikommen, stünde dieser Text an einem anderen Datum.

Oder jene Geschichte, als Thompson sich in den 70er Jahren der Politik zuwandte. 1970 kandidierte er als Sheriff in Aspen, Colorado. Thompson wurde von einer „Freak-Plattform“ unterstützt, und sein Wahlprogramm enthielt unter anderem die Legalisierung von Drogen, die Umwandlung aller Strassen zu Radwegen und die Umbenennung von Aspen in „Fat City“. Der amtierende Sheriff war ein Republikaner, der stets einen militärischen Kurzhaarschnitt trug, was Thompson dazu anregte, sich eine Glatze zu scheren, um dann seinen Gegenkandidaten als „meinen langhaarigen Widersacher“ («my long-haired opponent») zu bezeichnen. Er verlor, blieb aber trotzdem - zum Leidwesen etlicher lokaler Bürger, mit denen er noch auf Kriegsfuss stand - auf der «Owl Farm Ranch», seinem befestigten Anwesen nahe Aspen.

Zum Kult wurde Hunter S. Thompson als Journalist. Ende der 60er Jahre war er einer der ersten Autoren des neuen Magazins „Rolling Stone“. Thompsons exzentrischer und ausschweifender Lebens- wie Schreibstil war einer der Gründe für den Erfolg des Rolling Stone. In dieser Zeit schuf sich Thompson seine ganz persönliche Form und erneuerte mit seinem Stil, der unter dem Namen «Gonzo» bekannt wurde, den Journalismus. Thompson war fasziniert von Geschwindigkeit, und er wollte, dass seine Sätze dahindonnern wie eine Harley Davidson und die Pointen einschlagen wie Schüsse aus einer 44er Magnum. Nur so, fand der selbsternannte Outlaw, könne er der immer monströser werdenden amerikanischen Wirklichkeit gegenübertreten. Die «New York Times» kürte Thompsons Roman von 1972 «Fear and Loathing in Las Vegas» zum «Klassiker der Moderne». Thompson avancierte damit endgültig zum unumstrittenen Rockstar unter den Schriftstellern.

«Ich würde Alkohol, Drogen und Waffen nicht unbedingt weiterempfehlen wollen», sagte er einmal, «aber für mich hat diese Mischung immer prima funktioniert.» Sätze wie diese machte Thompson zum Freund von diesen: Keith Richards, Oscar Zeta Acosta, Bob Dylan, Warren Zevon, Jack Nicholson und Johnny Depp, der von ihm nur „Colonel“ genannt wurde, weil Thompson bei der Army war. Hunter S. Thompson tötete sich am 20. Februar 2005 in Woody Creek, Colorado, mit einem Kopfschuss an seinem Schreibtisch. Nach seinem Tod wurde ein Gonzo-Denkmal errichtet.









Vincent Price – Der Herr des Grauens

Samstag, 25. Oktober 2014

vincent price


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Freitag, 24. Oktober 2014

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Er ist die grösste Schweizer Legende nach Willhelm Tell. Vom mittellosen Blechsammler zum Grand-Prix-Sieger in der Königsklasse. Jo Siffert fuhr allen um die Ohren und bewies, dass man nur genug Mut, Fleiss und Freude haben muss, um alles zu erreichen, was man will. Und ...

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