Das Leben meinte es am Anfang nicht gut mit Ray Charles. Doch statt an seinem Schicksal zu zerbrechen, wurde er einer der erfolgreichsten schwarzen Musiker ever. 50 Jahre dauerte seine Karriere. Ray Charles hinterlässt nicht nur 12 Kinder von vielen verschiedenen Frauen, sondern auch eine Menge grossartiger Songs, die uns alle überleben werden. Heute vor sieben Jahren schloss Ray Charles für immer seine blinden Augen.
Ray Charles Robinson wurde 1930 in Albany geboren. Aufgewachsen in Armut zur Zeit der Rassentrennung, verbrachte er keine schöne Kindheit. Vor allem, weil er im Alter von fünf Jahren Augenzeuge wurde, wie sein Bruder George in einem Waschzuber ertrank. Es war etwas vom letzten, das Ray Charles gesehen hat. Kurze Zeit später erkrankte das Kind am Grauen Star. Nachdem er sich keiner Behandlung der Krankheit unterziehen konnte, erblindete er ab seinem siebten Lebensjahr. Im Alter von 15 Jahren wurde Charles zum Waisenkind. Er brach die Blindenschule ab, um sich als Pianist in Musikbands über Wasser zu halten.
Ab 1952 arbeitete er mit der Plattenfirma "Atlantic" zusammen, mit der er bis 1960 einige Erfolge erlebte. In jener Zeit zwangen ihn seine Heroinsucht und eine Haftstrafe zur Unterbrechung seiner künstlerischen Tätigkeit. 1962 eröffnete Charles ein eigenes Aufnahmestudio in Los Angeles und veröffentliche das Studio-Album "Modern Sounds in Country and Western Music". Es folgten Hits wie "You Are My Sunshine", "Crying Time" und "These Chains From My Heart". Im Jahr 1965 wurde er erneut wegen dem Besitz von Heroin zu fünf Jahren auf Bewehrung verurteilt. Im selben Jahr folgte die Gründung seiner Plattenfirma "Tangerine Record Company", ab 1973 "Crossover Records Company", mit der er sich in den folgenden Jahrzehnten ein weltweites Publikum schuf. Ende der 70er Jahre unterzog sich der heroinabhängige Ray Charles erfolgreich einer Entziehungskur.
Ray Charles wurde mit zahlreichen Musikpreisen geehrt. 10 Mal wurde der Künstler mit dem "Grammy Award" ausgezeichnet. 1993 verlieh man Charles die "Kunstmedaille" der USA. 1996 erhielt er die Ehrendoktorwürde des Occidental College in Los Angeles und 1998 ehrte man ihn mit dem "Polar Music Prize".
Ray Charles starb am 10. Juni 2004 in Beverly Hills, Los Angeles an einem Leberleiden. Der geschiedene Musiker hinterliess zwölf Kinder von vielen verschiedenen Frauen. Postum wurde das Album "Genius Loves Company", das eine Grammy-Nominierung für das beste Album 2004 erhielt, zu einem Riesenerfolg. Ebenfalls 2004 feierte der biographische Film über den jungen Ray Charles unter der Regie von Taylor Hackford und mit Jamie Foxx in der Hauptrolle, einen grossen Erfolg, bei der internationalen Filmkritik und beim Kinopublikum.