Morgen feiert die Welt einen traurigen Geburtstag. Vor den Augen aller werden seit 10 Jahren in Guantanamo unschuldige Menschen gefoltert. Unschuldig, weil nur sechs der insgesamt 780 Gefangenen verurteilt wurden. Friedensnobelpreisträger Barack Obama hat nun mit einem Gesetz sogar verunmöglicht, das Gefangenenlager zu schliessen. Für Morgen hat Amnesty International zu weltweiten Demonstrationen aufgerufen.
„Schandfleck der USA!“ titelten gestern Schweizer Zeitungen über das 10-jährige Jubiläum Guantanamos und stellten gleichzeitig Barack Obama als Opfer dar, der quasi gezwungen wurde, kurz vor Silvester ein Gesetz zu unterzeichnen, das es verunmöglicht, dass die noch verbleibenden 178 Gefangenen von Guantanamo freigelassen werden. Schlimmer noch: In Zukunft dürfen per Gesetz in den USA wahllos Menschen verhaftet und ohne Anklage inhaftiert werden. Die 178 Gefangenen werden also schon sehr bald Gesellschaft kriegen.
Unter dem Motto „10 Jahre sind zuviel!“ hat Amnesty International für Morgen zu Demonstrationen auf der ganzen Welt aufgerufen – allen voran in Washington.