Griechenland: Ein Viertel lebt unter Armutsgrenze!
Freitag, 6. Januar 2012
So dreckig geht’s den Griechen nach den EU-Sparmassnahmen: über 3 Millionen Einwohner haben sowenig Einkommen, dass sie als arm gelten. Fast 5 Prozent aller Griechen leiden Hunger, während über eine halbe Million Menschen 0 Euro Einkommen haben. Und damit sind die illegalen Einwanderer, Obdachlose und rechtlose Romas nicht mal eingerechnet. Das Erschreckendste ist: Die Zahlen sind aus dem Jahr 2010. Für 2011 wird’s noch viel schlimmer.
Während an der Wall Street die höchsten Gewinne aller Zeiten erwartet werden, leiden immer mehr Griechen an Hunger. Die offizielle Statistik der Statistikbehörde ELSTAT zeigt, dass 2010 fast 28 Prozent aller nicht armen Haushalte ihre Lebenshaltungskosten nicht mehr bezahlen konnten. Die ganz Armen können dies ohnehin nicht mehr. Drei Millionen der elf Millionen Griechen liegen demnach unter der offiziellen Armutsgrenze. Nicht mitgezählt sind in der Statistik die ca. 2 Millionen illegalen Einwanderer, Romas und Obdachlose.
2010 litten fast 5 Prozent der Griechen Hunger, fast eine halbe Million hatten keinerlei Einkommen. Für 2011 dürften die Zahlen um ein Vielfaches gestiegen sein. Die offizielle Arbeitslosenziffer wird für das dritte Quartal 2011 mit 17,7 Prozent angegeben. Und dabei handelt es sich nur um jene, die gemeldet sind und noch nicht durchs soziale Netz gefallen sind.
Unmenschliche Aussmasse nimmt die Krise im Gesundheitswesen an. Es häufen sich Klagen von Patienten oder nach deren Ableben von deren Verwandten, dass lebenswichtige Medikamente aufgrund der Kosten verweigert werden. In vielen Apotheken werden Rezepte nur noch gegen bar ausgehändigt und keine Rezepte mehr von Sozialversicherungsbezügern akzeptiert.