Als ob die katholische Kirche nicht schon genug Probleme hätte, mangelt es der heiligen Institution auch noch an ausgebildeten Exorzisten. Vor allem in den USA, wo immer mehr einen Exorzisten aufsuchen wollen. Doch es gibt nur gerade eine Handvoll Geistlicher, die in den Vereinigten Staaten befugt sind, Teufelsaustreibungen vorzunehmen. Laut katholischem Kirchenrecht ist Exorzismus nämlich nur nach einer speziellen Ausbildung gestattet.
Am vergangenen Wochenende trafen sich in Baltimore, Amerika, 56 Bischöfe und 66 Priester zu einer Konferenz, in der es unter anderem um Exorzismus ging. Das Interesse der „Geistlichen“ am Thema ist besonders gross, weil gemäss „Catholic News Service“ die Nachfrage nach Exorzisten bei den Bürgern sehr gross ist. Die Gemeinden würden mit Anfragen geradezu überschwemmt. Auf der Konferenz ging es konkret um alle Formen der Dämonen- und Teufelsaustreibung, zu dem ja auch das Taufritual gehört.
Die Angst vor Dämonen wächst vor allem in den Staaten in einem Ausmass, den die Exorzisten nicht mal im Ansatz bewältigen können. Allerdings geht es selten um echte Besessenheit wie im Film „The Excorzist“, sondern um ganz gewöhnliche Ängste. Auch das Ritual des Exorzismus ist im allgemeinen sehr viel undramatischer als wie im Horrorfilm dargestellt. Es handelt sich eher um ein Sakrament oder ein seelsorgerisches Gespräch.
Das eigentliche Ritual findet vorzugsweise an einem heiligen Ort, in einer Kirche oder aber, wenn dies nicht möglich ist, in der Wohnung des Besessenen statt. Nur in Ausnahmefällen kann es zu mehreren Sitzungen kommen.
Sehen Sie dazu die Doku: Satan lebt – Die Rückkehr des Exorzismus.