Eigentlich wollte Brian May Astrophysiker werden. Das ist er jetzt auch, nachdem er mit Queen über 100 Millionen verkaufte, ein Weltstar wurde und zu einem der besten Gitarristen der Welt zählt. Das besondere daran ist seine „Fireplace“-Gitarre und dass er mit einer Penny-Münze statt einem Plektrum spielte. Heute ist Brian May Doktor der Astrophysik und Träger des britischen Verdienstordens. Dr. CBE Brian May wird heue 64 Jahre alt.
Brian Harold May wurde am 19. Juli 1947 in Hampton, in der nähe von London, wo er auch die Grundschule besuchte, geboren. Später wechselte er auf die «Hampton Grammer School», die für ihren guten Ruf bekannt war. Brian machte dort seinen Abschluss und schrieb sich am «Imperial College» in Kensington ein. Dort machte Brian sein Examen in Physik und Mathematik. Sein Berufsziel war Astrophysiker. Brian May schrieb noch an seiner Doktorarbeit, als er schom mit «Queen» die erste Platte aufnahm.
Mit sieben Jahren bekam er seine erste Gitarre und im Alter von fünfzehn Jahren spielte er in verschiedenen Schülerbands. Seine erste eigene Band gründete Brian während seiner Zeit auf der «Hampton Grammer School». Er nannte sie «1984» nach dem Science Fiction Bestseller Roman von George Orwell. Als sich Brian seine erste elektrische Gitarre wünschte, entschloss sich sein Vater Harold, ein Elektro- Ingenieur, die gewünschte Gitarre selber zu bauen. Aus einem Mahagoniholz Corpus und Teilen eines Motorrades bauten die Beiden die berühmte «Fireplace»- Gitarre. Das acht Pfund «teure» Instrument machte den typischen «Queen»-Sound aus und wird bis heute noch von ihm gespielt.
1968 gründeten May, Staffell (Bass und Gesang) und Roger Taylor (Schlagzeug) die Gruppe Smile, der zunächst noch Chris Smith (Keyboard) angehörte. In dieser Zeit lernte sie auch Freddie Mercury (Farrokh Bulsara) kennen, der ein grosser Fan der Band wurde. Die künstlerischen Ansichten über die Entwicklung von Smile waren bald nicht mehr miteinander vereinbar: Während Tim Staffell mehr in Richtung Pop tendierte, bevorzugten May und Taylor einen härteren, gitarrenorientierten Rock. Dies war einer der Gründe, warum Staffell die Band verliess. Als Ersatz für ihn konnte Freddie Mercury gewonnen werden. Ab November 1970 trat die Band unter dem neuen Namen Queen auf, allerdings mit wechselnden Bassisten, bis im Februar 1971 John Deacon die Band komplettierte. Damit war der Grundstein für eine Band gelegt, die bis zu Mercurys Tod im November 1991 in unveränderter Besetzung bestand. Weltweit verkauften sich die Platten der Band 100 Millionen mal.
Neben Queen veröffentlichte er auch Soloalben und arbeitete mit anderen Grössen des Musikbusiness, wie Paul Rodgers und Eddie Van Halen zusammen. 1976 heirate er Chrissy Mullen, die er bereits aus Collegezeiten kannte und bekam mit ihr drei Kinder. Die Ehe wurde nach 24 Jahren geschieden. 2000 wagte er noch einmal eine Heirat mit Anita Dobson.
Neben seinen unzähligen Erfolgen als Musiker, hat Brian May auch für seine Arbeiten als Akademiker Auszeichnungen bekommen. 2002 verliehen ihn die University of Herdfordshire und die University of Exeter den Ehrendoktortitel in Astronomie. Es folgten die Verleihung des Orden Commander of the Order of the British Empire (2005) und schliesslich 2007 die Ernennung zum Kanzler der Liverpool John Moores University. Nach 30 Jahren Pause kehrte Brian May an das Imperal College zurück, um seine unvollendete Doktorarbeit in Astrophysik fortzusetzen und hat sie erfolgreich abgeschlossen. Er darf sich also offiziell Dr. nennen. Nebenbei vermarktet er seine eigene Gitarrenmodellreihe, die seiner „Red Special“ nachempfunden ist und ihm ein Vermögen einbringt.
Bis heute ist der Sound von Brian unerreicht, seine Fingertechnik einzigartig und Vorbild nachfolgender Generationen. Das Rolling Stone Magazine setzte ihn auf Platz 39 der besten Gitarristen aller Zeiten. Aber sehen Sie selbst.