Werbetexter rund um den Globus lassen heute ihren Mac für eine Gedenkminute ruhen. Denn vor 11 Jahren starb mit David Ogilvy eine der grössten Werbikonen der Welt. Während dreissig Jahren textete er Klassiker der Schlagzeilenkunst unter anderem für Rolls Royce, Schweppes, Guinness und Dove. 1973 setzte er sich auf einem prachtvollen Schloss in Frankreich zur Ruhe und starb heute vor 11 Jahren als der wohl berühmteste Werber der Welt.
Nachdem er sich mehr oder weniger erfolgreich als Koch, Vertreter, Diplomat und Farmer versucht hatte, begann er im Alter von 39 noch einmal eine neue Karriere - als Werber. 1948 gründete er in New York die Werbeagentur Hewitt, Ogilvy, Benson & Mather, die schon bald als «Ogilvy & Mather» eine der international wichtigsten Agenturen wurde. Seinen Kultstatus in der Werbebranche verdankt er ausserdem zwei Büchern, die unter Werbern im Allgemeinen und Textern im Besonderen noch heute gelesen werden: Das 1963 erschienene Confessions of an Advertising Man (dt. Geständnisse eines Werbemannes) und das spätere, die Ideen weiter entwickelnde Ogilvy on Advertising (dt. Ogilvy über Werbung, 1983).
1973 zog sich David Ogilvy aus dem Tagesgeschäft zurück und setzte sich auf seinem Schloss Touffou bei Bonnes (Frankreich) zur Ruhe, jedenfalls vorübergehend. Vier Jahre darauf wurde er in die amerikanische «Advertising Hall of Fame» aufgenommen. 1980 holt man ihn zurück und er übernahm noch einmal den Chefsessel der indischen Filiale von Ogilvy & Mather und anschliessend - für kurze Zeit - den Vorsitz des deutschen Ogilvy-Büros in Frankfurt.