Das BAG und der Scheissvertrag mit dem Pharmariese
Samstag, 13. Februar 2010
Hätte das Bundesamt für Gesundheit auf uns gehört, hätte sich die Eidgenossenschaft viel Geld sparen können. Exakt 84 Millionen Franken nämlich. Soviel wurden nämlich für 13 Millionen Dosen für die Schweinegrippe-Impfdosen geschüttet. Gebraucht wurden aber nur 3 Millionen, bezahlt aber werden müssen alle. Da hat sich der Bund von der Pharmaindustrie schön über den Tisch ziehen lassen. Und bezahlen müssen das wir!
Bestellt ist bestellt, wiederholen ist gestohlen: Der Pharmariese GlaxoSmithKline will die vom Bund zu viel bestellten Schweinegrippe-Impfdosen nicht zurücknehmen. Damit muss der Bund (also wir alle) die vollen 84 Millionen Franken für 13 Millionen Dosen, obwohl nur 3 Millionen gebraucht wurden. Das Bizarre daran ist, dass die Impfdosen noch nicht mal hergestellt sind, und zukünftig nur hergestellt werden, um vernichtet zu werden. Was aber eigentlich sowieso das beste ist, was man mit diesem Gift tun kann.
Der Bund reagiert. Aber nicht etwa, in dem sie die Verträge zwischen der Eidgenossenschaft und der Pharmaindustrie zu stornieren versucht, sondern in dem sie den Schweinegrippe-Impstoff verschenken. «Wir haben vereinbart, dass GlaxoSmithKline der Weltgesundheitsorganisation im Namen der Schweiz Impfungen im Gegenwert von zirka 1,3 Millionen Dosen liefert», sagte Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
Der Bundesrat hatte im Dezember beschlossen, dass bis zu 4,5 Millionen Impfdosen ins Ausland abgegeben werden sollen. Doch das versuchte der Pharmariese GlaxoSmithKline vorerst zu verhindern. Die Spende an die WHO ist Teil einer Initiative des US-Präsidenten Barack Obama: Sie sieht vor, dass mindestens ein Zehntel des gekauften Impfstoffs an Entwicklungsländer ausgeliefert wird. Neben der WHO erhält auch der Iran von der Schweiz 900'000 Impfdosen, davon 150'000 als Spende. Leider gibts noch kein Impfstoff, der solche Schweinereien verhindert.