Bricht die Weltwirtschaft zusammen?Samstag, 23. Juli 2011




Kaufen Sie Trinkwasser! Hamstern Sie Vorräte! Diese Warnung hat die amerikanische National Inflation Association an alle Amerikaner herausgegeben. Tatsächlich befindet sich Amerika in der gleichen Depression wie in den 30er Jahren. Viele Experten warnen eindringlich: Der Zusammenbruch der Weltwirtschaft steht kurz bevor. Ist dies tatsächlich möglich oder alles nur paranoide Endzeitvorstellung? Dass das globale Finanzsystem von einem Tag auf den anderen zusammenbrechen kann, halten die meisten Leute für möglich. Dass dies schon ziemlich bald der Fall sein wird, davon sind immer Experten überzeugt. Der rapide Niedergang der US-Wirtschaft, das überstürzte Abstossen von US-Staatsanleihen der Chinesen: Vieles spricht dafür, dass die Finanzwelt kurz vor dem grossen Bigbang steht. Die Auswirkungen werden verheerend sein, wie man in der Finanzkrise 2008 gesehen hat. Das Geld fliesst nicht mehr, obwohl die Menschen nach wie vor kaufen, verkaufen, brauchen und verbrauchen. Wie lähmend die medial ausgetragene Finanzkrise - die am Ende nur eine Bankenkrise war, weil die sich verzockt haben - für die Gesamtwirtschaft sein kann, ist erschreckend.
Einer der angesehensten Finanzjournalisten der Welt, Ambrose Evans-Pritchard, warnte kürzlich, dass das EU-Rettungspaket, das zurzeit bei deutschen Gerichten liegt, zu einem auseinanderbrechen des Euro führen könnte. Denn anscheinend verstösst das EU-Rettungspaket gegen EU-Vertragsrecht und auch gegen das deutsche Bundesgesetz. Wenn das Gericht diesen Klagen Recht gibt, ist der Euro innert Stunden nur noch Makulatur. Dieser Tsunami wird eine deflationäre Schockwelle in Bewegung setzen und den gesamten Planeten erfassen. Angesichts der eh schon angespannten Finanzsituation, wäre dies der Funke, der die ganze Finanzwelt in die Luft sprengt.
Und was dann? Panikmacher wie die amerikanische NIA warnen, sich mit Lebensmittel einzudecken und Vorräte zu horten wie ein Hamster vor dem Winterschlaf. Doch im Gegensatz zu einer Atombombe wird auch nach dem Finanzkollaps die Welt voller bunter Gaben sein, die man vielleicht in Zukunft nicht mehr verkauft, sondern tauscht. Eigentlich ein schöner Gedanke. Es ist kaum anzunehmen, dass die Leute hierzulande panisch auf die Strasse rennen und den Mediamarkt plündern. Es gibt keinen Grund, wegen der Finanzkrise einen Flatscreen zu klauen, nur weil das Geld nichts mehr wert ist.
Die Globalisten werden die Stunde Null versuchen zu nützen, einen globalen Finanzplan zu entwickeln, an deren Ende sie sitzen sollen. Doch dazu wird es nicht kommen. Bei einer allfälligen Stunde Null werden die Leute näher zusammenrücken und sich gegenseitig helfen. So wie sie es immer taten, wenn es eine Krise zu bewältigen gab. Man erinnere sich an die Solidarität der Leute mit Ueberschwemmungsopfer, etc. Keiner wird den anderen beklauen, weil es dafür keinen Anlass gibt. Die Welt wird vielleicht für eine Weile still stehen, doch Lösungen werden schnell zur Hand sein, weil Not auch erfinderisch macht.
Krise ist auch eine Chance, haben wir letzthin in einem Glückskeks gelesen. Die letzte Finanzkrise haben wir und die Politik ungenützt verstreichen lassen und haben nichts daraus gelernt, dass das ganze System, mit Geld Geld verdienen zu wollen, nicht funktioniert. Es muss in diesem System immer Gewinner und Verlierer geben, darauf basiert dieses Prinzip. Doch anscheinend hat es nicht funktioniert.
Die nächste Krise steht ins Haus und die wird wahrscheinlich heftiger, lähmender, katastrophaler sein, als die Finanzkrise von vor zwei Jahren. Zu hoffen bleibt eigentlich nur, dass das ganze System so sehr ins Stocken gerät und nichts mehr geht, dass man sich anschaut und fragt: „Was nun?“ Die Lösung wird einfach sein.
Sehen Sie, warum das aktuelle Finanzsystem nicht funktionieren kann, die folgende Doku an: Geld als Schuld
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