Im Guinness Buch der Rekorde steht sein Name unter dem Titel „Meistgeehrter Entertainer“. 1500 Preise bekam Bob Hope als Schauspieler und Komiker. Kein Wunder: Über 70 Jahre lang entertainte der geborene Brite die Amerikaner, vor allem in ihren dunkelsten Stunden. Heute vor achtn Jahren starb Bob Hope. Er wurde 100 Jahre alt.
Leslie Townes Hope wurde 1903 in England geboren, emigrierte mit seinen Eltern aber 1907 in die USA. Hier wuchs er in Cleveland (Ohio) auf, wo er im Alter von zehn Jahren einen Wettbewerb als Charlie Chaplin-Imitator gewann und die Fairmond High School besuchte. Nachdem er zunächst seinen Lebensunterhalt als Zeitungsjunge, Barmixer und kurzzeitig auch als Boxer verdient hatte, sammelte er beim Vaudeville und bei Fatty Arbuckles Tourneetheater erste Erfahrungen als Komiker.
Hope gab im Jahr 1927 in «The Sidewalks of New York» sein Debüt am Broadway, wo er 1933 auch in dem Musical «Roberta» erfolgreich war. Zwischen 1928 und 1932 arbeitete er als Alleinunterhalter in Nachtclubs und kleineren Theatern, und erhielt Ende 1932 die Hauptrolle in der musikalischen Komödie «Ballyhoo» am Broadway. Bob Hope war erstmals 1935 im Radio zu hören, von 1939 bis 1948 hatte er eine eigene Sendung mit dem Titel «The Bob Hope Pepsodent Show» bei einer der grossen Sendeanstalten.
Die grösste Popularität erreichte Hope in den 40er Jahren; Höhepunkt dieser Phase seiner Karriere war die Westernparodie «The Paleface» (1948 «Sein Engel mit den zwei Pistolen»), in der Jane Russell seine Partnerin spielte. Hope verkörperte in der Regel gutmütige, witzige Charaktere, die beim Versuch scheitern, die Rolle des jugendlichen Liebhabers zu übernehmen. Ab Mitte der fünfziger Jahre erreichten seine Filmarbeiten nicht mehr die Qualität früherer Jahre, und Hope wandte sich als Showmaster dem Fernsehen zu.
Bekanntere Spielfilme aus der späteren Periode seiner Laufbahn sind u. a. «The Facts of Life» (1960 «So eine Affäre») und «Cancel My Reservation» (1972). Patriotischen Einsatz zeigte er als Alleinunterhalter bei der US-Army während des 2. Weltkrieges, des Koreakrieges, des Vietnamkrieges und des Golfkrieges.
Seine private Leidenschaft fand er im Golfen. Partien spielte er mit den US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower und George Bush. 1983 wurde er für seine Verdienste um den Golfsport in die World Golf Hall of Fame aufgenommen. Auf dem Hollywood Walk of Fame wurde er gleich mit vier Sternen geehrt, in den Kategorien Film, Fernsehen, Radio und Theater. Weiter wurde nach ihm der Verkehrsflughafen von Burbank, nördlich von Los Angeles, benannt. Insgesamt erhielt er mehr als 1500 Auszeichnungen, darunter fünf Ehren-Oscars. Nach ihm wurde der Verkehrsflughafen von Burbank (nördlich von Los Angeles, CA) benannt.
Mit seiner Frau Dolores war er seit 1934 verheiratet. Bob Hope starb am 27. Juli 2003 im Alter von 100 Jahren an einer Lungenentzündung in Los Angeles.