Heute würde Blake Edwards seinen 89. Geburtstag feiern. Leider verstarb er vergangenen Dezember. Mit seinen Filmen schenkte er unvergessliche Stunden der Heiterkeit. Der amerikanische Regisseur und Drehbuchautor schrieb und drehte gar einige unserer Lieblingsfilme. Dazu gehören unter anderem „The Great Race“ und „The Party“. Blake Edwards war seit 1969 mit Julie Andrews verheiratet, die auch öfters in seinen Filmen mitspielte.
Blake Edwards wurde in eine Familie von Filmschaffenden hineingeboren, sein Grossvater war Regisseur und sein Vater war Regieassistent und Produktionsleiter. So war der junge Blake früh mit dem Filmgeschäft in Kontakt gekommen. Blake Edwards kam aber nach Hollywood, um Schauspieler zu werden. 1942 begann er seine Karriere mit kleinen Nebenrollen, die nicht mal im Abspann erwähnt wurden. So entschloss er sich, stattdessen als Drehbuchautor und Regisseur tätig zu werden. Seine erste Regie führte er bei Folgen der Fernsehshow „Four Star Playhouse“ im Jahr 1954.
Sein erster grosser Erfolg war 1959 der Film „Unternehmen Petticoat“ mit Cary Grant und Tony Curtis in den Hauptrollen. Im Jahr darauf folgte der mit zwei Oscars ausgezeichnete Film „Frühstück bei Tiffany“, der Audrey Hepburns Image als Modeikone der 60er-Jahre zementierte.
Es folgte mit „Die Tage des Weines und der Rosen“, ein gar unlustiges Drama für das Jack Lemmon und Lee Remick je eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarsteller bekamen. 1963 drehte Edwards den ersten Film aus der „Pink-Panther“-Reihe, die sein Markenzeichen werden sollte. Ende der 60er-Jahre drehte Edwards mit Peter Sellers die Komödie Der Partyschreck, den wir heute in der Rubrik „Fullmovie“ zeigen.
Da Edwards sowohl die Drehbücher zu den meisten seiner Filme selbst schrieb und auch Regie führte, hatte er grossen Einfluss auf die Entwicklung seiner Projekte. Bereits Mitte der Fünfziger Jahre lernte Blake Edwards den Komponisten Henry Mancini über dessen Gemahlin Ginny kennen. Die beiden Männer entwickelten eine enge Freundschaft, die bis zu Mancinis Tod im Jahr 1994 dauern sollte. Auch beauftragte Edwards seinen Freund regelmässig mit den Soundtracks für seine Filme und die gemeinsamen Projekte wurden für beide Seiten grosse Erfolge. So entstanden für Edwards’ Filme Klassiker wie „Moon River“, das Lied „The Days of Wine and Roses“ zum und natürlich die bekannte Titelmelodie zu den „Pink-Panther“-Filmen. Das Team Edwards-Mancini arbeitete zuletzt an der Broadwayfassung des Musicals Victor/Victoria, doch erlebte Henry Mancini die Weltpremiere nicht mehr, da er während der Proben verstarb.
Wie viele seiner Kollegen hat der Regisseur eine Gruppe von Schauspielern, die immer wieder in seinen Filme auftauchen, in seinem Falle waren das vor allem Familienangehörige und enge Freunde. So setzte er seine zweite Ehefrau Julie Andrews bisher sieben mal als Hauptdarstellerin in seinen Filmen ein, auch seine Kinder und Stiefkinder hatten immer wieder Nebenrollen in den Filmen ihres Vaters.
1983 wurde Blake Edwards für seinen Film Victor/Victoria mit dem César für den besten ausländischen Film ausgezeichnet. In Anerkennung seines Wirkens als Produzent, Regisseur und Drehbuch-Autor wurde er 2004 mit dem Ehrenoscar (Honory Award) für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Für seine Verdienste im Filmgeschäft erhielt Edwards ausserdem einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.