Erinnern Sie sich noch an die Ölpest nach der Explosion der Deepwater Horizon vor bald zwei Jahren? Beim grössten Ölunglück der Welt sollen rund 770 Millionen Liter Öl ausgelaufen sein. Grund für die Ölpest ist laut US-Behörden die fehlerhafte Zementierung der Ölquelle durch ein Subunternehmen von Halliburton. BP hat nun vor einem Bundesgericht in New Orleans Klage gegen Halliburton eingereicht. Es geht um 20 Mia. Dollar Schadensersatz.
Während sich die Medien nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko einstimmig auf BP einschoss und damit den britischen Ölmulti an den Rand des Ruins trieb, wurde vor allem die Beteiligung von Halliburton an der Explosion der Deepwater Horizon ins Land der Verschwörungen abgetan. Untersuchungen von US-Behörden zeigen aber, dass Halliburton massgeblich für die Explosion der Deepwater Horizon verantwortlich ist, weil die Ölquelle fehlerhaft versiegelt wurde.
BP hat nun bei einem Bundesgericht in New Orleans Klage gegen Halliburton eingereicht. BP fordert bereits geleistete Zahlungen an Dritte zurück – zusätzlich zu entgangenen Einnahmen aus der Nutzung des Ölfelds Macondo. Die Summe beläuft sich auf rund 20 Milliarden Dollar. Der britische Ölkonzern wirft Halliburton auch vor, wichtige Unterlagen zur Zementierung der Ölquelle vernichtet zu haben, bei der rund 770 Millionen Liter Öl und Millionen Liter der umstrittenen Chemikalie Corexit ins Meer geflossen sind.