Donnerstag, 17. Mai 2012
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Antoine de Saint-Exupéry – Der kleine Prinz

Sonntag, 31. Juli 2011



Sein Leben gleicht einem Roman aus vergangener Zeit. Auf einem Schloss aufgewachsen, dann Fliegerpionier, Journalist und schliesslich Schriftsteller, der in Frankreich zum meistgelesenen des Landes wurde. Kurz vor seinem Tod schrieb er seinen berühmtesten Roman „Der kleine Prinz“, ein Jahr später war er tot. Er stürzte heute vor 67 Jahren mit dem Flugzeug ab – der Grund für den Absturz ist bis heute unbekannt.

Am 29. Juni 1900 wurde er als Antoine Jean-Baptiste Marie Roger Graf von Saint-Exupéry in Lyon geboren. Schon im Alter von vier Jahren verlor er seinen Vater und wurde fortan allein von der Mutter erzogen. Einen grossen Teil seiner Kindheit verbrachte er auf dem Familiensitz Schloss La Môle in Südfrankreich.

Zehn Jahre lang besuchte er unterschiedliche, stets konfessionelle Schulen und schloss diese 1917 mit dem Abitur ab. 1920, ging er zur französischen Luftwaffe, wo er bis 1923 eine Pilotenausbildung absolvierte. Dieses letzte Jahr seiner Pilotenausbildung war ein Jahr der Schicksalsschläge für den jungen Antoine. Einen Flugzeugabsturz über Le Bourget überlebt er nur schwer verletzt. Aus Rücksicht auf die Wünsche Louise de Vilmorin's, mit der er mittlerweile verlobt war, und deren Familie, opferte er seinen grossen Wunsch, Militärpilot zu werden, einer Bürotätigkeit.

Dennoch löste Louise de Vilmorin die Verlobung. Zwei Jahre später erhielt Antoine, der inzwischen sowohl die militärische, als auch die zivile Fluglizenz besass, seine Lizenz für Transportflüge. Seinen Lebensunterhalt verdiente er ab Oktober 1926 wieder als Pilot. Auf der Strecke Toulouse - Casablanca - Dakar wurde er als Postflieger eingesetzt. Im gleichen Jahr wurde Saint-Exupérys Kurzgeschichte «Der Flieger» in der Zeitschrift Le navire d´argent veröffentlicht. Das Schreiben begleitete ihn weiterhin. Bereits 1929 erschien der Roman «Südkurier».

1935 stürzte er, bei dem Versuch, den Streckenrekord Paris - Saigon zu brechen, erneut ab. In buchstäblich letzter Sekunde rettete ein Beduine Saint-Exupéry und seinen Bordmechaniker, mitten in der libyschen Wüste, vor dem Tod durch Verdursten. 1938 befand sich Antoine de Saint-Exupéry, gemeinsam mit seinem Bordmechaniker auf einem Langstreckenflug von New York nach Feuerland, als er zum wiederholten Mal die Erfahrung eines Flugzeugabsturzes machen musste. Erneut wurde er schwer verletzt. Um seine Verletzungen auszukurieren, blieb Saint-Exupéry zunächst in New York. Im darauf folgenden Jahr erschien sein Roman „Wind, Sand und Sterne“, der in Amerika zum Book of the Month gewählt wurde und in Frankreich die Auszeichnung Grand Prix du Roman der Académie Française erhielt.

Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde Saint-Exupéry als Instruktor in Toulouse mobilisiert, drang jedoch darauf, wieder der Aufklärungsstaffel zugeteilt zu werden. Die Aufklärungsmission über Arras führte zur Verleihung des Kriegsverdienstkreuzes mit Palme. Mit dem Waffenstillstand vom 22. Juni 1940 wurde Antoine demobilisiert. Er kehrte nach New York zurück, wo er die Verletzungen, die er bei dem Absturz über Guatemala erlitten hatte, behandeln liess. Gleichzeitig arbeitete er daran, auch seine jüngsten Erlebnisse in Worte zu bannen. 1942 kehrte Saint-Exupéry erneut in den Militärdienst zurück und obwohl man ihm in Folge einer missglückten Landung ein Flugverbot auferlegt hatte, gelang es ihm durch intensive Bemühungen, die Erlaubnis zur Rückkehr in den aktiven Dienst zu erlangen.

1943 erschien „Der kleine Prinz“, das wohl bekannteste Werk Saint-Exupérys. Sein letzter Aufklärungsflug war für den 31. Juli 1944 geplant. Antoine startete von Korsika aus, kehrte jedoch nie zurück.










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