Abenteuerliche Bergbahnen: Die Geschichte des Skifahrens, Teil 1Montag, 29. März 2010




Die Geschichte der Bergbahnen ist so abenteuerlich, dass man es gar nicht für möglich hält, dass sich der Skisport überhaupt breit durchsetzen konnte. Zum Abschluss der Wintersaison dieser Tage bringen wir nochmals die Geschichte des Skifahrens, des Schweizer Tourismus und die Geschichte der Bergbahnen. Nichts beeinflusste unseren Alpentourismus mehr als die Zahnrad- und Drahtseilbahnen. Sie waren die ersten Bahnen auf die Berge, lange bevor diese überhaupt als Skipiste benutzt wurden. Vielmehr waren die ersten Bergbahnen dem Pioniergeist des Hoteliers Franz-Josef Bucher Durrer und seinem Geschäftspartner Josef Durrer-Gasser zu verdanken. Zusammen bauten sie das Hotel Bürgenstock und dazu die erste elektrische Standseilbahn der Schweiz. Die 1888 eröffnete Bahn kam gerade recht für die Engländer, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts in die Alpen kamen, um dem Kohlestaub der englischen Metropolen zu entfliehen. Die gute Luft kurierte Staublungen, Tuberkulose und sonstige Zivilisationskrankheiten.
Doch schnell wurde es den Engländern langweilig, den ganzen Tag nur im Schnee zu hocken. Also begannen sie mit „norwegischen“ Holzbrettern und Schlitten den Berg raufzulaufen, um dann runterzusausen. Anfangs schüttelte die Bergbevölkerung noch den Kopf über die Engländer, die schon vor der Jahrhundertwende den Hügel auf Brettern zu erklimmen versuchten, oder in St. Moritz eine Rodelbahn (Cresta-Run) in den Schnee bauten. In anderen Regionen wie etwa auf dem Gurten wurden die Skifahrer sogar mit Mistgabeln von den Bauern vertrieben. Doch einer hatte den Mut, für die neue Sportart aus Norwegen zu kämpfen: Christoph Iselin. Der Glarner gründete 1893 den ersten Ski-Club der Schweiz, aus dem der SSV entstand. 1902 veranstaltete Iselin das erste offizielle Skirennen.
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