500 tote Pinguine: Das mysteriöse Sterben vor Brasiliens Küste
Samstag, 24. Juli 2010
Da weint das Herz eines jeden Tierfreundes. An der brasilianischen Küste sind 500 tote Pinguine, viele tote Seevögel, fünf Delfine sowie drei Riesenschildkröten gefunden worden. Woran sie gestorben sind, weiss niemand, Wissenschaftler schliessen aber Umweltverschmutzungen aus. Viel mehr vermuten sie, dass die Tiere wegen der Überfischung der Meere keine Nahrung mehr fanden und auf ihrer Wanderung verhungerten.
Seit Tagen werden zahlreiche tote Meerestiere an die Küste São Paulos gespült – bis jetzt wurden 500 tote Pinguine, unzählige Seevögel, fünf Delfine und drei Riesenschildkröten gezählt. Das Mysteriöse daran: Alle Tiere hatten leere Mägen. Wissenschaftler vermuten nun, dass die Tiere verhungert sind. Besonders die Pinguine legen lange, anstrengende Wege zurück.
Der Biologe Thiago do Nascimento sagte der Nachrichtenagentur „Folha Online“: „Durch Überfischung könnte die Nahrung in den Regionen knapp geworden sein. Jedes Jahr werden etwa 100 bis 150 lebende und zehn tote Pinguine an Land gespült. Doch dieses Jahr sind es über 500 tote Tiere.“ Naturschützer vermuten, dass dies erst der Anfang eines grossen Sterbens der Meerestiere sein wird.